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IT/SEO/WebDev Consultant

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March 9, 2006

Garantierte Top10 Plazierungen für neue Produkte

Um ein neues Produkt, eine neue Marke, Methode, Kampagne oder was auch immer dauerhaft mit besten Seite-1-Suchmaschinen-Plazierungen zu unterstützen, bedarf es einer stringenten SEO-Strategie. Selbst mit Google funktioniert das ohne Pfusch, und ohne einen Cent für PPC-Kampagnen auszugeben. Die ominöse “Google-Sandbox” ist überwindbar.

Die Voraussetzungen für gute Plazierungen in den organischen Suchmaschinen wird einem neuen Produkt (bleiben wir bei diesem Beispiel) bereits sehr früh in die Wiege gelegt, spätestens aber bei der Taufe. Der Produktname ist ein entscheidender Faktor. Er darf nicht belegt (sprich in Suchmaschinen indexiert) sein, er muss das Potential zur Bildung eines Verbes haben, einprägsam sowie unmissverständlich schreibbar und aussprechbar sein, er darf nicht mit einem der letzten Buchstaben des Alphabetes beginnen, und er muss frühzeitig geschützt werden. Soweit Marketing-101, obwohl ich manche Kriterien unerwähnt gelassen, und SEO-relevante nur angedeutet habe.

Möglichst lange vor der offiziellen Produkteinführung werden die Fundamente im Internet gegossen. Das heisst, dass neue domains rechtzeitig registriert, mit (vorläufigen aber relevanten) Inhalten versehen, und per Link mit dem Produktnamen (sowie Variationen und verwandten Begriffen) im anchor text den Suchmaschinen annonciert werden müssen. Dieser soft launch ist möglich, auch ohne Geschäftsgeheimnisse zu verraten.

Parallel zur Produktentwicklung müssen goodies für users als auch für opinion makers im Internet, z.B. populäre blogger und Journalisten, entwickelt werden. Viral-marketing-101, ich verzichte hier auf ausführliche Beispiele und weiterführende (eigentlich selbstverständliche) Hinweise. NDAs sind im Bezug auf blogger sehr sensibel zu handhaben. Gezielte leak outs kurz vor dem launch können z.B. mit beta tests erzielt werden.

(Digitale) Pressemitteilungen sind hilfreich, aber es bedarf auch weiterer gut vorbereiteter Massnahmen, wie z.B. neu kreierte und gut verlinkte user groups etc., um die offizielle Produkteinführung suchmaschinenfreundlich zu gestalten. Offline- und Online-Marketing muss optimal zusammenwirken, um eine wirkungsvolle word of mouth campaign zu erzeugen. Die “digitale Representation” des Produktes muss umfassend sein. Informationsersuchen wie Bestellungen müssen online und offline perfekt bedient werden.

Richtig durchgeführt, erzeugt ein suchmaschinenfreundlicher product launch Top10 rankings für viele Monate. Wenn das Produkt langfristig auch hält was es verspricht, und professionelles SEO Bestandteil der Marketing-Strategie bleibt, können diese rankings auch langfristig gehalten werden. Es wäre doch zu schade, wenn Wettbewerber, blogger, die Stiftung Warentest, Foren oder akademische Web sites die Suchresultate anführen, oder?

Disclaimer: Garantiert werden kann im Hinblick auf Suchmaschinen gar nichts. Keiner kann solche Garantien abgeben. Der Titel ist link bait. Die skizzierte Suchmaschinen-Strategie funktioniert, sofern sie von einem Experten umgesetzt wird. Die gegebenen Informationen reichen nicht aus, um die beschriebene SEO-Strategie nachzuvollziehen. Schliesslich habe ich meine Geschäftsgeheimnisse zu wahren.

Filed under: DE, SEO, Marketing — Sebastian @ 2006-03-09 3:06 am

March 8, 2006

DNS Wildcard Entries

Ich ärgere mich jedesmal, wenn mich schusselige Administratoren dazu zwingen, Internetadressen mit dem “www” Präfix einzutippen. Das Anliegen vieler deutscher Web sites ist es offenbar, den Besucher schon beim Ansteuern der Internetpräsenz zu frustrieren bzw. zu ärgern. Insbesondere bei bekannten — bzw. aus Marken oder Namen leicht zu bildenden — domains stellt type-in-traffic einen beachtlichen Anteil des Gesamtaufkommens dar.

Andererseits verstehe ich, dass es Suchmaschinen nicht erlaubt werden kann, URLs wie http://boeses-wort.domain.de/* zu indexieren, was Konkurrenten bei “unbehandelten” DNS wildcard entries ganz leicht erreichen könnten, um gute Plazierungen in den Suchresultaten zu untergraben.

Da haben wir also auf der einen Seite Besucher — potentielle Kunden! — die beim Ansteuern einer Web site das “www” Präfix entweder ganz weglassen, oder es per Tippfehler als “ww” oder “wwww” entstellen. Sofern nur die Adresse www.domain.de eingerichtet ist, werden diese Besucher eine Fehlermeldung vom ISP erhalten. Das ist nicht zu akzeptieren.

Auf der anderen Seite sollen alle Besucher sowie die Suchmaschinen die canonical URL http://www.domain.de/* verwenden. Das macht Sinn.

Beide Anforderungen lassen sich ganz einfach so umsetzen, dass jeder glücklich wird/bleibt. Es müssen nur wenige Zeilen in Konfigurationsdateien hinzugefügt werden.

Weiterer Eintrag im DNS Server:
*.domain.de. IN A 111.222.333.4
… und in Apache’s httpd.conf:
ServerAlias *.domain.de
… danach alle Servernamen ungleich www.domain.de in der .htaccess Steuerdatei im Hauptverzeichnis richtigstellen:
RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www\.domain\.de [NC]
RewriteRule (.*) http://www.domain.de/$1 [R=301,L]

Benutzereingaben wie ww.domain.de werden nun im Adressfeld des Browsers in http://www.domain.de/ umgesetzt. Gleichzeitig können Suchmaschinen keine URLs indexieren, die nicht mit http://www.domain.de/ beginnen. Das vermeidet Risiken wie duplicate content issues, sowie Link-Attacken von Konkurrenten, die heute leider zum SEO-Handwerkszeug gehören.

Die Konfiguration aus dem obigen Beispiel kann auch mit anderen Web Servern wie IIS umgesetzt, sowie mit echten als auch virtuellen subdomains kombiniert werden.

Filed under: DE, SEO — Sebastian @ 2006-03-08 10:28 pm

SEO Skillsets

Ich habe kürzlich zum allerersten Mal einen Lebenslauf geschrieben. Als die schmucklose Tabelle fertig war, habe ich mich gefragt was zur Hölle ein potentieller Auftraggeber oder Arbeitgeber damit anfangen kann.

Es ist ziemlich wenig, wenn der Bewerber wie in meinem Fall meist selbstständig war, d.h. zeitweilige Festanstellungen für die Erledigung interessanter Aufgaben nur eine Form der Vertragsgestaltung ausdrücken, nicht jedoch die Art und Weise der Vertragserfüllung wiederspiegeln.

Ich bezweifele dass ein Unternehmer, der einen Organisationsarchitekten, Evangelisten, oder Visionär sucht, in einer ebenso simpel wie restriktiv strukturierten CV-Datenbank wie monster.de fündig wird, d.h. tatsächlich geeignete Kandidaten vorgeschlagen bekommt. Titel, CVs und Lebensläufe sind im pull Verfahren recht nutzlos, sie entfalten ihren Wert nur im push Verfahren, wenn nämlich das CV ein konkretes Wunschprofil adressiert.

Ich könnte verschiedene Rollen besetzen, “SEO Consultant” ist ein ziemlich weiter Begriff, vermutlich sogar unglücklich gewählt, aber er definiert mein primäres Interesse weit besser als “Suchmaschinenoptimierer”. Insbesondere vermittelt er, dass ich gegen Betriebsblindheit immun bin, und beim Entwickeln von Lösungen auf einen interdisziplinären Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. Und damit bin ich beim Thema: Was gehört neben intimen SE/SEO/SEM-Kenntnissen in ein SEO skillset?

SEO als hochspezialisierte Disziplin wird (noch) in erster Linie als die technische Fertigkeit verstanden, Marketing-Vorgaben in einer für Suchmaschinen verständlichen Form aufzubereiten, um organischen SE traffic zu erzeugen bzw. zu vermehren. Einige SEOs dürfen sogar die Web-Designer von kontraproduktiven Höhenflügen abhalten. Die breite Masse der Suchmaschinenoptimierer ist allerdings, wie einst die Alchimisten, dazu verdammt mit ungeeigneten Zutaten und Handwerkszeug völlig unrealistische Vorgaben zu erfüllen. Das führt zu Pfusch, und erhöht das Risiko jeglichen organischen SE traffic zu verlieren. Diese Vereinfachung ist sicherlich polemisch, aber i.d.R. zutreffend.

Der kritische Punkt ist, dass die konventionelle Schnittstelle zwischen SEO und Marketing/Sales (sowie IT/Web Development), mit dem SEO in der Auftragnehmer-Rolle, ausgedient hat. Es ist heute nicht mehr möglich, mit reinem Technikeinsatz langfristigen SE traffic zu erzeugen. SEO als taktisches Instrument “traffic generation” hat ausgedient. Search marketing ist inwischen ein Milliardengeschäft, die Suchmaschinen sind smarter geworden, stabiler und konvertierender organischer SE traffic ist heute ein asset, und damit gehört SEO endgültig zum strategischen Arsenal des Unternehmens.

Business is war, strategische Waffen in Frontnähe zu plazieren ist ein taktischer Fehler. Das Berufsbild SEO-Consultant wandelt sich vom peripheren Spezialisten zum Querschnittsberater des Unternehmens. Er wird schon beim Produktdesign hinzugezogen, er beeinflusst IT-Architekturen und hilft bei der Optimierung internetrelevanter Geschäftsprozesse, er gestaltet Abrechnungssysteme und Marketingstrategien von Anfang an mit, und er entscheidet jetzt über Architektur und Inhaltsformate der Internetpräsenz.

Der “nur” technisch versierte SEO kann diese Rolle nicht mehr ausfüllen. Trotz der erworbenen Vertriebskenntnisse fehlt dem taktischen Techniker der strategische Durchblick, die “kaufmännische Denke”, und die Berufserfahrung in den Kernbereichen des Unternehmens.

Meine Berufserfahrung und Fähigkeiten decken das SEO-Anforderungsprofi von gestern, heute, und morgen ab:

  • Im Speditionsgewerbe habe ich von der Pike auf gelernt Kundenwünsche rentabel zu erfüllen. Flexibilität, Kreativität, Organisationstalent, und das geschickte Umgehen von einengenden Regularien sind hier Grundvoraussetzungen. Schon lange bevor japanische Automobile auf dem deutschen Markt erfolgreich waren, habe ich tagtäglich Unmögliches möglich gemacht.
  • Mangels Hochbegabtenförderung (IQ 146) in den Achzigern habe ich zwar aus Langeweile das Gymnasium vor dem Abitur verlassen und niemals eine formale Berufsausbildung absolviert, als Autodidakt habe ich es jedoch immer verstanden, mir jegliche Kenntnisse on the fly anzueignen. Tatsächlich bin ich gut ausgebildeten Kollegen in der Praxis durch meine überdurchschnittliche Auffassungsgabe und meine von Pragmatismus geprägten analytischen Fähigkeiten oft überlegen.
  • Als Softwareanbieter und Unternehmensberater, wie auch als Logistikdienstleister während meiner Tätigkeit für Spediteure, habe ich in unzähligen Unternehmen Erfahrungen gesammelt, und es mit zunehmender Berufserfahrung immer besser verstanden, schlanke und oft unkonventionelle Lösungen zu implementieren.
  • Meine Abstraktionsfähigkeit in Verbindung mit meiner technischen Affinität hat mir nicht nur die Informatik erschlossen, sondern es mir auch ermöglicht sie praktisch und pragmatisch anzuwenden. Das bedeutet auch, dass ich einer organisatorischen Lösung den Vorzug geben kann, wenn sich offensichtlich eine technische Lösung nicht rechnet. Üblicherweise kann ich jedoch (jedenfalls im Internetmarketing) eine ausgefeiltere technische Lösung erarbeiten, die sich konkurrenzlos rechnet. Ich habe schon viele Planstellen mit Algorithmen besetzt.
  • Ich bin dazu in der Lage, mich sachlich und diplomatisch auf jeder Ebene durchzusetzen, um suboptimale Entscheidungen oder Vorgaben zu verbessern.
  • Ich verfolge search, insbesondere Google, täglich um meine Kenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten.
  • Und hier ist der Pferdefuß: ich trage seit Jahren weder Anzüge noch Krawatten. Ihr kauft meinen Kopf, nicht mein outfit, also wo ist das Problem?
Filed under: DE, SEO, JobSuche — Sebastian @ 2006-03-08 7:03 pm

March 7, 2006

Warum “wissentschaftliches SEO” nicht existiert

SEO ist keine Wissenschaft, es ist ein Handwerk. Ein guter SEO sagt von sich selbst “I’m a craftsman, not a nitpicking egghead”. Während der erbsenzählende Wissenschaftler meint, ein einziges Negativresultat tötet eine Theorie, verdient der erfahrene SEO gutes Geld mit der Anwendung derselben. Warum?

Der erfahrene SEO weiss, dass Suchmaschinen nicht ausschliesslich in schwarz und weiss “denken”. Zwischen weiss und schwarz gibt es Zillionen von Graustufen. Zwischen “False” und “True” liefern Google & Co. oft ein “Depends”. SE Algorithmen sind nicht mehr so einfach gestrickt wie in den Gründertagen. Resultate sind oft branchenspezifisch. Was für “Kaugummi” funktioniert, kann bei “Reiseplanung” fehlschlagen. Was eine Web page über “grünen Kaugummi” in die top10 katapultiert, mag für “zuckerfreien Kaugummi” erfolglos bleiben.

Der erfolgreiche SEO-Handwerker hat dem technischen bzw. wissenschaftlich vorgegehenden SEO einiges voraus. Er interpretiert empirische Resultate individuell und aus dem Bauch heraus. Einzelne Fehlschläge werfen ihn nicht zurück, morgen könnte der Versuch gelingen. Eine Iteration des Testszenarios wird durchkommen, auch wenn die Wahrscheinlichkeitstheorie dagegen spricht. Warum? Weil Suchmachinen keine allumfassenden Gesetzmässigkeiten kennen. Es gibt immer eine Lücke.

Suchmaschinen sind von Menschen erschaffen, und die sind fehlbar. Es gibt keine Naturgesetze, die auf Suchmaschinen anwendbar sind. Suchmaschinen mit wissenschaftlichen Methoden zu erforschen, gleicht der Suche nach dem heiligen Gral. Es gibt ihn nicht. Gralsucher sind keine Wissenschaftler.

Der handwerklich vorgehende SEO ist auch ein Visionär. Er überlegt, was Suchmaschinen unter Anwendung gesunden Menschenverstandes tun könnten, um ihrem Ziel “Benutzern die besten Resultate zu liefern” näher zu kommen, und richtet seine Strategien danach aus. Das funktioniert, weil Suchmachinen von Menschen dafür gebaut sind, anderen Menschen gute Such-Resultate zu bringen. Abgesehen von geringen Kollateralschäden wird keine Suchmaschine ehrenwerte Inhalte vernachlässigen. Also liefert der SEO ehrenwerte Inhalte und ehrenwerte Empfehlungen (original content, natural linkage).

Ein gutes Beispiel für einen prominenten aber dennoch fehlbaren SEO finden wir bei Sitepoint, das ist ein gut eingeführtes SEO Forum. Der kürzlich gekündigte jahrelange Forum-Moderator und Blogger Chris Beaseley aka. “Aspen” ist ein Vertreter der Sturkopf-Brigade. Die Streitfrage ist, ob ausgehende links dem ranking einer Web page zuträglich sind oder nicht. Chris meint nein, und das versucht er mit einem Test über zwei bis drei Web pages auf einer SEO domain zu beweisen. Ungeachtet der Tatsache, dass seine test pages mit ausgehenden links von Suchmaschinen neuerdings besser bewertet werden, vertritt er vehement die These dass ausgehende links so lange nicht hilfreich sind, als es eine einzige page gibt, die keine ausgehenden links besitzt, und dennoch besser plaziert ist.

Was für ein Schwachsinn. Der Test ist wirklichkeitsfremd, und mit drei pages von 25+ Milliarden indexierten pages lässt sich ein tatsächlicher Trend nicht leugnen, und neben ausgehenden links gibt es noch ein paar Dutzend anderer ranking factors. Ich verzichte auf den Gegenbeweis, weil der Geschäftsgeheimisse aufdecken würde, und verweise nur auf “Ausnahmen bestätigen die Regel”. Der unglaubwürdige Chris hat seinen Schwachsinn indes selbst entlarvt. Inzwischen beweist sogar sein eigener Testfall das Gegenteil. Aber tausende gläubige Sitepoint-User haben jahrelang basierend auf dieser grottenfalschen Aussage optimiert, oft nicht nur die eigenen Web sites. Und das macht den wirklichen Schaden aus. Sie haben nicht auf ihr Bauchgefühl gehört, dass ihnen gesagt hätte, dass ausgehende links aus ganz vielen Gründen für SE rankings hilfreich sind. Das sind keine seriösen Handwerker, alle beieinander. Auch wenn sie teilweise auf Konferenzen für die Branche sprechen.

Choose your SEO carefully.

Filed under: DE, SEO — Sebastian @ 2006-03-07 4:25 am

Was unterscheidet Kontaktbörsen und Jobbörsen von Pferdemärkten?

Nichts. Gar nichts. Anbieter eines langfristigen Engagements stellen sich im besten Lichte dar, und Käufer haben wenig Möglichkeiten, Blender zu enttarnen. Der Pferdehändler darf wenigstens die Zähne beschauen … aber mit Kuckident haften falsche Zähne perfekt und sehen gut aus. Probezeiten sind teuer. Bleibt die allerursprünglichste Evaluierungsmethode: Vertrauen, Bauchgefühl, Erfahrung.

Ich glaube nicht an die Effizienz der Stellenmärkte, aber das mag daran liegen, dass ich niemals an einem teilgenommen habe. Bisher. Falls ich gute Erfahrungen mache, werde ich das mitteilen. Aber eigentlich bin ich mir zu schade dafür. Wer mein Potential nicht erkennt, den versuche ich auch nicht zu überzeugen. Wenn es um mich selbst geht, bin ich ein schlechter Verkäufer. Checklisten taugen nicht für die Auswahl kreativer Bewerber. Schade eigentlich, irgendjemanden wird etwas fehlen …

Filed under: DE, JobSuche — Sebastian @ 2006-03-07 2:43 am

March 2, 2006

“Virtuelle sub-domains” als Navigationshilfe

Was spricht gegen leicht zu merkende URLs wie sebastian.briegleb.com, die auf kompliziertere URLs wie www.briegleb.com/sebastian/ verweisen? Aus der Perspektive des Suchmaschinenoptimierers eine Menge. Aus der Sicht des Anwenders gar nichts. Weil der professionelle SEO für Besucher optimiert, und nicht für Suchmaschinen, sollte ein solcher shortcut also umgesetzt werden, ohne dass Suchmaschinen irritiert werden.

Welches Problem haben Suchmaschinen mit mehreren URLs, die auf den gleichen Inhalt verweisen? Es ist eine Variante von duplicate content issues. Suchmaschinen können nicht sicher bestimmen, welche URL die canonical URL, also die ein-eindeutige und verbindliche Web Adresse ist. Suchmaschinen rankings verschlechtern sich durch Mehrfachadressierung. Stark vereinfacht ist das Resultat jeder Mehrfachadressierung, dass die Wahrscheinlichkeit das die eine oder die andere URL in Suchresultaten (SERPs) an einer höheren Position gelistet wird abnimmt.

Grundsätzlich gilt, dass ein Stück Text nur unter einer einzigen URL erreichbar sein soll, und das bezieht sich auf das gesamte Web, nicht nur auf eine einzelne Web site, und das gilt im Übrigen auch für andere Web Objekte wie Bilder, Filme, oder Animationen, bzw. deren textuelle Beschreibung.

Damit Suchmaschinen nicht durch Mehrfachadressierung verwirrt werden, muss der shortcut sebastian.briegleb.com permanent zur canonical URL umgeleitet werden. Das geschieht durch Rückgabe des HTTP error code 301 - Moved permanently mit der canonical URL in location. Auf einem Apache Web server erledigt das ein Eintrag in der .htaccess Steuerdatei im Hauptverzeichnis:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^sebastian.briegleb.com [NC]
RewriteRule (.*) http://www.briegleb.com/sebastian/$1 [R=301,L]

Es wird einfach der Servername abgefragt, und wenn der mit dem shortcut identisch ist, wird auf die canonical URL weitergeleitet. Falls der Benutzer in der address bar shortcut URLs sehen soll, erfolgt diese Weiterleitung in Abhängigkeit vom user agent name, aber auch solches suchmaschinenfreundliches cloaking sollten nur Experten implementieren.

Filed under: Blog, DE, SEO — Sebastian @ 2006-03-02 3:18 am

March 1, 2006

Servus

Willkommen in meinem Blog. Ich bin Sebastian, ein passionierter IT Consultant und Suchmaschinenoptimierer. Weil ich den Hauptteil meiner Kommunikation in US-Englisch abwickele, neige ich dazu in meinen Augen unübersetzbare Termini im Original zu belassen. Das kann dann per vermischter Grammatik durchaus zu einem mehr oder weniger niedlichen Satzaufbau führen. Ausserdem habe ich mangels Präsenz nicht an der Rechtschreibreform teilgenommen, viele orthographische Besonderheiten schlichtweg vergessen, und mein spell-checker kann gar kein Deutsch. Darf ich dich trotzdem belästigen? Danke, abonniere bitte mein RSS feed.

Ich betreibe seriöse Suchmaschinenoptimierung seit vielen Jahren. Zuerst für meine eigenen Web sites, und damit habe ich buchstäblich unanständiges Geld verdient. Dann — anfangs unbeabsichtigt — immer mehr für andere Webmaster. Meine Klienten kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Es sind Händler mit Münzen, Tierfutter, Comicfiguren, gebrauchten Autoersatzteilen, Software und vielem mehr, IT-Dienstleister, lokale und überregionale gelbe Seiten, Informationsbörsen bzw. Portale wie VIP-News, Erwachsenenunterhaltung (wie übersetzt man “porn peddler”?) und was weiss ich noch alles. Sie haben alle etwas gemeinsam: Keiner spricht Deutsch, und nur eine Handvoll von ihnen betreibt ein Gewerbe in Europa.

Bis zum letzten Sommer habe ich ein mehrjähriges software engineering Projekt geleitet. Nachdem ich ein aussergewöhnliches ERP System, basierend auf Progress Software Technologie, abgeliefert und für einige Zeit im Produktionsbetrieb begleitet hatte, brauchte ich eine Auszeit. Als search geek habe ich diese dazu benutzt, um mein SEO Wissen — das ein ganz klein wenig unter diesem Projekt gelitten hatte– aufzufrischen, mit SE engineers und anderen SEOs zu reden, die neuesten SE Patente und Trends in search marketing zu studieren, und Ideen zu sammeln bzw. teilweise auch gleich auszuprobieren. So habe ich z.B. eine amerikanische SEO Web site gebaut, die dem famosen “Google-Sandkasten” mit Bravour entkommen ist, und einigen small business Klienten geholfen, die “sandbox” zu vermeiden.

Im Moment kämpfe ich mit einigen kleineren SEO Projekten, und Hobbies, das heisst ich bin verfügbar. Was ich brauche ist eine neue, interessante, und wenn möglich gigantische Herausforderung. Irgendein Projekt das mich richtig fordert, meine überdurchschnittlichen analytischen Fähigkeiten ausreizt, meine Kreativität fast grenzenlos walten lässt, mir erlaubt neue Dinge zu erlernen und zu beherrschen, und dem Auftraggeber (und selbstverständlich mir) einen grossen Sack voll Geld einbringt.Ich bitte mir nur aus, dass ich den Anschluss an state of the art technology halten kann. Ich will nach einem erfolgreichem Projektabschluss wieder eine Ruhezeit einlegen können, mich neuen Dingen widmen, aufholen, mir in Ruhe eine neue Herausforderung suchen, und meiner Familie richtig viel Zeit widmen, bevor ich erneut in Stress gerate.

Ich könnte mir sogar vorstellen in Deutschland (bzw. Schweiz oder Österreich) zu arbeiten — obwohl ich Eis, Schnee und Temperaturen unter 30° hasse–, und deshalb starte ich dieses blog. Sofern ich ausreichend Freiraum erhalte, um mich neuen Technologien und Ideen zu widmen und mich permanent weiterzubilden — und meiner Familie eine sesshafte Periode zu gönnen –, könnte ich sogar einem Projekt in Produktion treu bleiben, solange es für alle Beteiligten Sinn macht.

Wer also einen innovativen Denker, Architekten und gleichermassen kreativen Handwerker sucht, der sollte mich hier kontaktieren: Sebastian at briegleb dot com. Basis-Info hier in meinem CV.

Danke.

Filed under: Blog, DE — Sebastian @ 2006-03-01 12:22 am

Howdy

Welcome to my blog! I’m Sebastian, a passionate IT Consultant and SEO planning to annoy you frequently if you subscribe to by blog.

I’m doing serious SEO for a while now, but til last summer I had a large software engineering project running. After finishing an incredible ERP system based on Progress Software technology I took a break, freshening up my SEO knowledge, chatting with SE engineers and fellow SEOs, studying the latest trends and patents on search, and gathering ideas.

Currently I’m struggling with a few smaller SEO projects, that is I’m available for hire. I strongly feel that I do need a new challenge. So if you have an interesting project needing an innovative thinker and craftsman, please don’t hesitate to drop me a message: Sebastian at briegleb dot dom. Thanks :)


Filed under: Blog, EN — Sebastian @ 2006-03-01 12:15 am
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