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March 7, 2006

Warum “wissentschaftliches SEO” nicht existiert

SEO ist keine Wissenschaft, es ist ein Handwerk. Ein guter SEO sagt von sich selbst “I’m a craftsman, not a nitpicking egghead”. Während der erbsenzählende Wissenschaftler meint, ein einziges Negativresultat tötet eine Theorie, verdient der erfahrene SEO gutes Geld mit der Anwendung derselben. Warum?

Der erfahrene SEO weiss, dass Suchmaschinen nicht ausschliesslich in schwarz und weiss “denken”. Zwischen weiss und schwarz gibt es Zillionen von Graustufen. Zwischen “False” und “True” liefern Google & Co. oft ein “Depends”. SE Algorithmen sind nicht mehr so einfach gestrickt wie in den Gründertagen. Resultate sind oft branchenspezifisch. Was für “Kaugummi” funktioniert, kann bei “Reiseplanung” fehlschlagen. Was eine Web page über “grünen Kaugummi” in die top10 katapultiert, mag für “zuckerfreien Kaugummi” erfolglos bleiben.

Der erfolgreiche SEO-Handwerker hat dem technischen bzw. wissenschaftlich vorgegehenden SEO einiges voraus. Er interpretiert empirische Resultate individuell und aus dem Bauch heraus. Einzelne Fehlschläge werfen ihn nicht zurück, morgen könnte der Versuch gelingen. Eine Iteration des Testszenarios wird durchkommen, auch wenn die Wahrscheinlichkeitstheorie dagegen spricht. Warum? Weil Suchmachinen keine allumfassenden Gesetzmässigkeiten kennen. Es gibt immer eine Lücke.

Suchmaschinen sind von Menschen erschaffen, und die sind fehlbar. Es gibt keine Naturgesetze, die auf Suchmaschinen anwendbar sind. Suchmaschinen mit wissenschaftlichen Methoden zu erforschen, gleicht der Suche nach dem heiligen Gral. Es gibt ihn nicht. Gralsucher sind keine Wissenschaftler.

Der handwerklich vorgehende SEO ist auch ein Visionär. Er überlegt, was Suchmaschinen unter Anwendung gesunden Menschenverstandes tun könnten, um ihrem Ziel “Benutzern die besten Resultate zu liefern” näher zu kommen, und richtet seine Strategien danach aus. Das funktioniert, weil Suchmachinen von Menschen dafür gebaut sind, anderen Menschen gute Such-Resultate zu bringen. Abgesehen von geringen Kollateralschäden wird keine Suchmaschine ehrenwerte Inhalte vernachlässigen. Also liefert der SEO ehrenwerte Inhalte und ehrenwerte Empfehlungen (original content, natural linkage).

Ein gutes Beispiel für einen prominenten aber dennoch fehlbaren SEO finden wir bei Sitepoint, das ist ein gut eingeführtes SEO Forum. Der kürzlich gekündigte jahrelange Forum-Moderator und Blogger Chris Beaseley aka. “Aspen” ist ein Vertreter der Sturkopf-Brigade. Die Streitfrage ist, ob ausgehende links dem ranking einer Web page zuträglich sind oder nicht. Chris meint nein, und das versucht er mit einem Test über zwei bis drei Web pages auf einer SEO domain zu beweisen. Ungeachtet der Tatsache, dass seine test pages mit ausgehenden links von Suchmaschinen neuerdings besser bewertet werden, vertritt er vehement die These dass ausgehende links so lange nicht hilfreich sind, als es eine einzige page gibt, die keine ausgehenden links besitzt, und dennoch besser plaziert ist.

Was für ein Schwachsinn. Der Test ist wirklichkeitsfremd, und mit drei pages von 25+ Milliarden indexierten pages lässt sich ein tatsächlicher Trend nicht leugnen, und neben ausgehenden links gibt es noch ein paar Dutzend anderer ranking factors. Ich verzichte auf den Gegenbeweis, weil der Geschäftsgeheimisse aufdecken würde, und verweise nur auf “Ausnahmen bestätigen die Regel”. Der unglaubwürdige Chris hat seinen Schwachsinn indes selbst entlarvt. Inzwischen beweist sogar sein eigener Testfall das Gegenteil. Aber tausende gläubige Sitepoint-User haben jahrelang basierend auf dieser grottenfalschen Aussage optimiert, oft nicht nur die eigenen Web sites. Und das macht den wirklichen Schaden aus. Sie haben nicht auf ihr Bauchgefühl gehört, dass ihnen gesagt hätte, dass ausgehende links aus ganz vielen Gründen für SE rankings hilfreich sind. Das sind keine seriösen Handwerker, alle beieinander. Auch wenn sie teilweise auf Konferenzen für die Branche sprechen.

Choose your SEO carefully.

Filed under: DE, SEO — Sebastian @ 2006-03-07 4:25 am

Was unterscheidet Kontaktbörsen und Jobbörsen von Pferdemärkten?

Nichts. Gar nichts. Anbieter eines langfristigen Engagements stellen sich im besten Lichte dar, und Käufer haben wenig Möglichkeiten, Blender zu enttarnen. Der Pferdehändler darf wenigstens die Zähne beschauen … aber mit Kuckident haften falsche Zähne perfekt und sehen gut aus. Probezeiten sind teuer. Bleibt die allerursprünglichste Evaluierungsmethode: Vertrauen, Bauchgefühl, Erfahrung.

Ich glaube nicht an die Effizienz der Stellenmärkte, aber das mag daran liegen, dass ich niemals an einem teilgenommen habe. Bisher. Falls ich gute Erfahrungen mache, werde ich das mitteilen. Aber eigentlich bin ich mir zu schade dafür. Wer mein Potential nicht erkennt, den versuche ich auch nicht zu überzeugen. Wenn es um mich selbst geht, bin ich ein schlechter Verkäufer. Checklisten taugen nicht für die Auswahl kreativer Bewerber. Schade eigentlich, irgendjemanden wird etwas fehlen …

Filed under: DE, JobSuche — Sebastian @ 2006-03-07 2:43 am

March 2, 2006

“Virtuelle sub-domains” als Navigationshilfe

Was spricht gegen leicht zu merkende URLs wie sebastian.briegleb.com, die auf kompliziertere URLs wie www.briegleb.com/sebastian/ verweisen? Aus der Perspektive des Suchmaschinenoptimierers eine Menge. Aus der Sicht des Anwenders gar nichts. Weil der professionelle SEO für Besucher optimiert, und nicht für Suchmaschinen, sollte ein solcher shortcut also umgesetzt werden, ohne dass Suchmaschinen irritiert werden.

Welches Problem haben Suchmaschinen mit mehreren URLs, die auf den gleichen Inhalt verweisen? Es ist eine Variante von duplicate content issues. Suchmaschinen können nicht sicher bestimmen, welche URL die canonical URL, also die ein-eindeutige und verbindliche Web Adresse ist. Suchmaschinen rankings verschlechtern sich durch Mehrfachadressierung. Stark vereinfacht ist das Resultat jeder Mehrfachadressierung, dass die Wahrscheinlichkeit das die eine oder die andere URL in Suchresultaten (SERPs) an einer höheren Position gelistet wird abnimmt.

Grundsätzlich gilt, dass ein Stück Text nur unter einer einzigen URL erreichbar sein soll, und das bezieht sich auf das gesamte Web, nicht nur auf eine einzelne Web site, und das gilt im Übrigen auch für andere Web Objekte wie Bilder, Filme, oder Animationen, bzw. deren textuelle Beschreibung.

Damit Suchmaschinen nicht durch Mehrfachadressierung verwirrt werden, muss der shortcut sebastian.briegleb.com permanent zur canonical URL umgeleitet werden. Das geschieht durch Rückgabe des HTTP error code 301 - Moved permanently mit der canonical URL in location. Auf einem Apache Web server erledigt das ein Eintrag in der .htaccess Steuerdatei im Hauptverzeichnis:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^sebastian.briegleb.com [NC]
RewriteRule (.*) http://www.briegleb.com/sebastian/$1 [R=301,L]

Es wird einfach der Servername abgefragt, und wenn der mit dem shortcut identisch ist, wird auf die canonical URL weitergeleitet. Falls der Benutzer in der address bar shortcut URLs sehen soll, erfolgt diese Weiterleitung in Abhängigkeit vom user agent name, aber auch solches suchmaschinenfreundliches cloaking sollten nur Experten implementieren.

Filed under: Blog, DE, SEO — Sebastian @ 2006-03-02 3:18 am

March 1, 2006

Servus

Willkommen in meinem Blog. Ich bin Sebastian, ein passionierter IT Consultant und Suchmaschinenoptimierer. Weil ich den Hauptteil meiner Kommunikation in US-Englisch abwickele, neige ich dazu in meinen Augen unübersetzbare Termini im Original zu belassen. Das kann dann per vermischter Grammatik durchaus zu einem mehr oder weniger niedlichen Satzaufbau führen. Ausserdem habe ich mangels Präsenz nicht an der Rechtschreibreform teilgenommen, viele orthographische Besonderheiten schlichtweg vergessen, und mein spell-checker kann gar kein Deutsch. Darf ich dich trotzdem belästigen? Danke, abonniere bitte mein RSS feed.

Ich betreibe seriöse Suchmaschinenoptimierung seit vielen Jahren. Zuerst für meine eigenen Web sites, und damit habe ich buchstäblich unanständiges Geld verdient. Dann — anfangs unbeabsichtigt — immer mehr für andere Webmaster. Meine Klienten kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Es sind Händler mit Münzen, Tierfutter, Comicfiguren, gebrauchten Autoersatzteilen, Software und vielem mehr, IT-Dienstleister, lokale und überregionale gelbe Seiten, Informationsbörsen bzw. Portale wie VIP-News, Erwachsenenunterhaltung (wie übersetzt man “porn peddler”?) und was weiss ich noch alles. Sie haben alle etwas gemeinsam: Keiner spricht Deutsch, und nur eine Handvoll von ihnen betreibt ein Gewerbe in Europa.

Bis zum letzten Sommer habe ich ein mehrjähriges software engineering Projekt geleitet. Nachdem ich ein aussergewöhnliches ERP System, basierend auf Progress Software Technologie, abgeliefert und für einige Zeit im Produktionsbetrieb begleitet hatte, brauchte ich eine Auszeit. Als search geek habe ich diese dazu benutzt, um mein SEO Wissen — das ein ganz klein wenig unter diesem Projekt gelitten hatte– aufzufrischen, mit SE engineers und anderen SEOs zu reden, die neuesten SE Patente und Trends in search marketing zu studieren, und Ideen zu sammeln bzw. teilweise auch gleich auszuprobieren. So habe ich z.B. eine amerikanische SEO Web site gebaut, die dem famosen “Google-Sandkasten” mit Bravour entkommen ist, und einigen small business Klienten geholfen, die “sandbox” zu vermeiden.

Im Moment kämpfe ich mit einigen kleineren SEO Projekten, und Hobbies, das heisst ich bin verfügbar. Was ich brauche ist eine neue, interessante, und wenn möglich gigantische Herausforderung. Irgendein Projekt das mich richtig fordert, meine überdurchschnittlichen analytischen Fähigkeiten ausreizt, meine Kreativität fast grenzenlos walten lässt, mir erlaubt neue Dinge zu erlernen und zu beherrschen, und dem Auftraggeber (und selbstverständlich mir) einen grossen Sack voll Geld einbringt.Ich bitte mir nur aus, dass ich den Anschluss an state of the art technology halten kann. Ich will nach einem erfolgreichem Projektabschluss wieder eine Ruhezeit einlegen können, mich neuen Dingen widmen, aufholen, mir in Ruhe eine neue Herausforderung suchen, und meiner Familie richtig viel Zeit widmen, bevor ich erneut in Stress gerate.

Ich könnte mir sogar vorstellen in Deutschland (bzw. Schweiz oder Österreich) zu arbeiten — obwohl ich Eis, Schnee und Temperaturen unter 30° hasse–, und deshalb starte ich dieses blog. Sofern ich ausreichend Freiraum erhalte, um mich neuen Technologien und Ideen zu widmen und mich permanent weiterzubilden — und meiner Familie eine sesshafte Periode zu gönnen –, könnte ich sogar einem Projekt in Produktion treu bleiben, solange es für alle Beteiligten Sinn macht.

Wer also einen innovativen Denker, Architekten und gleichermassen kreativen Handwerker sucht, der sollte mich hier kontaktieren: Sebastian at briegleb dot com. Basis-Info hier in meinem CV.

Danke.

Filed under: Blog, DE — Sebastian @ 2006-03-01 12:22 am

Howdy

Welcome to my blog! I’m Sebastian, a passionate IT Consultant and SEO planning to annoy you frequently if you subscribe to by blog.

I’m doing serious SEO for a while now, but til last summer I had a large software engineering project running. After finishing an incredible ERP system based on Progress Software technology I took a break, freshening up my SEO knowledge, chatting with SE engineers and fellow SEOs, studying the latest trends and patents on search, and gathering ideas.

Currently I’m struggling with a few smaller SEO projects, that is I’m available for hire. I strongly feel that I do need a new challenge. So if you have an interesting project needing an innovative thinker and craftsman, please don’t hesitate to drop me a message: Sebastian at briegleb dot dom. Thanks :)


Filed under: Blog, EN — Sebastian @ 2006-03-01 12:15 am
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